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Zivildienst (ADiA) in Japan im Asian Rural Institute (ARI) - Berichte:    ( Nach oben    Übersicht )

Was ist ARI?

vom 09.07.2006 17:50


ARI – das Asian Rural Institute – wird für die nächsten zwölf Monate mein Arbeits- und Lebensbereich sein.

Zu Deutsch könnte man ARI mit „Asiatisches Agrarwissenschaftliches Institut“ übersetzen. ARI ist eine Gemeinschaft, in der alle gemeinsam miteinander leben und arbeiten. Das Institut unterteilt sich in drei Gruppen: Mitarbeiter, Freiwillige und Participants.
- Die Participants:
Das sind lokale Führungspersönlichkeiten aus Entwicklungsländern, die bei ARI ausgebildet werden. Jedes Jahr kommen etwa 20-30 zu ARI um dort neun Monate zu leben und zu arbeiten. Ausgebildet werden sie einmal in integrierter, ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft – was ja gerade für Entwicklungsländer sehr hilfreich ist -, sowie in Gemeinschaftsleben sowie Führungskraft. Wobei hier Führung bzw. der Führer als eine Kraft verstanden wird, die zwar leiten und regeln kann, jedoch auf gleicher Ebene wie alle anderen Menschen arbeitet, somit ein freundschaftliches, gemeinschaftliches Verhältnis vorherrscht, und keine hierarchischen Systeme.
- Die Frewilligen:
Das sind Leute, wie ich einer bin. Viele junge Leute, nicht nur aus Deutschland, können bei ARI unentgeltlich in allen Bereichen des Gemeinschaftslebens und –arbeitens unentgeltlich helfen. Hierbei gibt es vor allem sechs Bereiche, wobei jeder, egal in welchem Bereich tätig und welchen „Status“ er genießt, jeden Tag auf dem Feld zwei Stunden arbeiten muss. Die sechs Bereiche sind: Feldarbeit (Crops & Vegetables), Arbeit mit Tieren (Lifestock), Büroarbeit (Admissions & Recruitment), Essenherstellung (Meal Service und Food Processing) sowie Hausmeisterarbeiten (Maintenance).
Des Weiteren finden über das Jahr verteilt viele Projekte statt, in denen jeder mithelfen muss, und anderen, neuen Bereichen zugeordnet wird.
- Die Mitarbeiter:
Da gibt es (bisher) nicht so viel zu sagen. Viele Japaner, aber auch viele Menschen aus anderen Ländern arbeiten bei ARI.

ARI ist wie gesagt eine Gemeinschaft. So wohnen alle zusammen (in so genannten Dorms) und leben alle zusammen. Man trifft sich täglich in Versammlungen, isst gemeinsam und teilt nicht nur sein Zimmer mit einem Menschen aus einer meist völlig anderen Kultur.

ARI hat seit 1973 über 1000 Menschen aus Entwicklungsländern ausgebildet, die nach ihrem Training ihr Wissen anwenden und in ihren Heimatorganisation und –projekten weiterverbreiten konnten und können.

Mehr zu ARI, meiner Arbeit und allen Bereichen folgen in den kommenden Berichten. Am 24. August geht es dann auch los: Um 12 Uhr geht die Maschine nach Tokyo, mit dabei Malte, auch ein deutscher Freiwilliger, der mit mir ein Jahr bei ARI sein wird.


Dennis Keller

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