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Zivildienst (ADiA) in Japan im Asian Rural Institute (ARI) - Berichte:    ( Nach oben    Übersicht )

Bericht 4 - Herbst oder Winter

vom 23.11.2006 09:47




Die meisten der Blätter sind schon von den Bäumen herab gefallen. Wie schön zu sehen, dass, wenn wir morgens die Blätter von der Strasse fegen, auch noch der ein oder andere Frosch über die Erde hüpft, und somit zeigt, dass der Herbst noch nicht ganz vorbei ist. Und das bedeutet, es kann noch viel kälter werden. Hierbei macht es meist keinen Unterschied ob man drinnen oder draußen ist, die Temperatur ist dank fehlender Isolierung dieselbe - immerhin eine authentische Winter Erfahrung, auch während des Schlafens. Wobei der richtige Winter ja noch vor uns steht, und ich in den nächsten Monaten mehr und mehr Kleider auf einmal anziehen werde.
Es war spürbar, der Wandel von Sommer zu Herbst und auch die ein oder andere Winter Erfahrung war dabei. Nicht nur, dass in Tokyo bereits Anfang November (wahrscheinlich auch schon früher) von "fröhliche Weihnacht 2006" die Rede ist - mitsamt den Bäumen und Geschenken und Verzierungen - sondern auch, dass es in den nahe gelegenen Bergen hier bereits geschneit hat, und wir "live dabei waren". So vermischt sich das alles, und von Sommer wird es fast Winter.
Mitsamt diesem Temperaturwechsel hat sich auch im Asian Rural Institute einiges getan und geändert. Die Arbeit verändert sich, besonders, wenn Participants und Michi (meine Chefin im Büro) für zwei Wochen weg sind. Während die Participants knapp zwei Wochen auf Studienreise in Westjapan waren (Western Japan Study Tour), um dort über Hiroshima, die Namamata Krankheit, das Kobe Erdbeben und über Obdachlose in einem der entwickelsten Länder der Welt zu lernen, so war Michi auf den Philippinen um dort ehemalige Participants von ARI zu treffen, mit ihnen über das Gelernte zu sprechen und zu sehen, wie sie die damalige ARI Ausbildung anwenden, sowie um das philippinische ARI anzuschauen und mit einem weiteren ARI Mitarbeiter kennen zu lernen.
ARI hat in den Philippinen eine weitere "Stelle", wo besonders Menschen aus den Philippinen und aus Japan selbst ein Training absolvieren können, ähnlich wie das hier in Japan, jedoch kürzer (zwei Monate), und, so wie ich weiß, eher auf die lokalen Ressourcen vor Ort zugeschnitten.

Studienreise in Westjapan - Überraschend anders
Für Oscar aus Kamerun zum Beispiel war es schockierend und überraschend zu sehen, dass Japan, eines der größten Industrieländer der Welt, einer der Nationen mit einer so großen wirtschaftlichen Kraft, Obdachlose hat.
Wie kann eine Regierung, die so viel Geld hat, zulassen, dass Menschen auf der Strasse leben? Aber viel mehr noch: Im Gegensatz zu so vielen Entwicklungsländern, wo die Menschen sich um die Ärmsten der Armen, um die, die nicht mal ein Heim haben, kümmern und sich ihnen annehmen - wie kann die Regierung versuchen, diese Obdachlose zu ignorieren und abzuschieben?
Durch dieses Thema kamen viele, nicht nur Oscar, auf neue Erkenntnisse und Ideen über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von so genannten Entwicklungsländern und Industrienationen: Vielleicht haben Entwicklungsländer kein Geld, dafür aber ein Sozialsystem. Vielleicht haben Industrienationen wirtschaftliche Macht, dafür aber oft kein Herz, nichts Soziales, keine Menschen, die zusammenhalten, die ihren Nachbar kennen, oder auf der Strasse mit anderen fremden Menschen sprechen und sich unterhalten.
Wieso sonst, so der Schluss von einigen der Participants weiter, ist sonst die Selbstmordrate in Japan so hoch? Und nicht nur dass, Selbstmord ist in Japan ein erschütternderweise sehr präsentes Thema, dass ich selbst schon einige male hier in Japan miterlebt habe. Sei es eine gute Freundin, die vor wenigen Jahren sich umbringen wollte oder ein Mitarbeiter bei ARI der denselben Plan hatte, dann aber glücklicherweise einen anderen Ausweg fand. Die japanische Gesellschaft ins besondere, aber die westliche Gesellschaft im Allgemeinen, ist ein herausragender Nährboden für Egoismus und die Tatsache, dass man nur "für sich selbst verantwortlich ist", man interessiert sich für die eigene Person, nicht jedoch die Familie, die Gemeinschaft, die fremden Menschen und die Gesellschaft. Nicht in dem sozialen Maße, wie man es aus den "Entwicklungsländern" kennt. Wieso sonst gibt es Themen wie Vereinsamung, so viele Ehebrüche, so viele Unterhaltungsmedien wie Fernseher, Playstation, Computer (was in Japan vor allem eine unglaubliche Stellung einnimmt - kein Wunder).
Wieder einmal konnte man eine Erkenntnis spüren: Entwicklungsländer und Industrienationen müssten zusammenarbeiten, denn beiden fehlt etwas, und beide können etwas Wichtiges bieten.

Veasna etwa, ein Participant aus Kambodscha (und mein Zimmernachbar), sprach, inspiriert durch den Besuch in Hiroshima, über Desasterpräventionen und was ein Desaster ist. Hiroshima hat viele der Participants bewegt, da viele in der Schule, wie wir auch, über Hiroshima und den zweiten Weltkrieg und die Atombombe gelernt hatten, nun aber die Chance hatten, die Stadt selbst und das große Museum dort anzuschauen. Des Weiteren inspiriert durch das große Erdbeben in Kobe, wo vor einigen Jahren viele Menschen in Japan starben, war es Veasna ein Anliegen, die japanischen Methoden und Arbeitsweisen kennen zu lernen. Unter anderem, da es in seinem Heimatland, Kambodscha, selbst viele Desaster gibt, und er selbst in seiner Gemeinschaft unter anderem die Rolle hat, über Desasterprävention zu sprechen und andere Menschen darin aus- und fortzubilden. So erzählte er über die Ursachen von Desaster und sein Verständnis von einem Desaster. Ein Desaster ist, so Veasna, Hasard mal Verletzlichkeit durch Kapazität. Wenn die Kapazität hoch ist, und der Hasard auch, die Verletzlichkeit aber nicht, so kann man von einem wenn überhaupt sehr kleinen Desaster sprechen. Wenn aber der Hasard und die Verletzlichkeit groß sind, die Kapazität dagegen schwach, so gibt es ein großes Desaster. Natur und Umwelt kann man nicht ändern, wohl aber die Verletzlichkeit und die Kapazität und in diesem Sinne kann man überall auf der Welt versuchen, Desaster möglichst gering zu halten.


(vlnr: Tata (Philippinen), Charles (Sierra Leone), Poudel (Nepal), Babycha (Indien), Osten (Indonesien), Buddhi (Sri Lanka), Rhina (Bangladesh))

Die Arbeit auf dem Feld
Die Arbeit auf dem Feld sollte jene zwei Wochen etwas anders aussehen. Grundsätzlich ist es so, dass es vier verschiedene große Felder gibt, das heißt vier verschiedene Gruppen. Alle Participants werden in diese vier Gruppen eingeteilt. Zu jeder Gruppe kommt dann ein (oder mehrere) Freiwillige/r und je nachdem Mitarbeiter. In unserer Gruppe, die Gruppe 4 - "Peace", bin ich der einzige Freiwillige und manchmal ist Jeen-Hae, eine koreanische Mitarbeiterin, mit auf dem Feld. Wir sind morgens und nachmittags ("Foodlifework") meistens vier Leute auf dem Feld. Insgesamt besteht unsere Gruppe aus neun Leuten und 7 davon sind Participants (aus Japan, Nepal, Indien, Bangladesh, Sri Lanka, Myanmar und Haiti). Zum Foodlifework wird die Gruppe dann immer geteilt: drei aufs Feld, drei zu den Tieren, einer zum Essen vorbereiten. Wobei ich immer auf dem Feld bin, daher vier auf dem Feld. Wie auch immer, so kam es dann eben, dass ich für die zwei Wochen quasi alleine auf dem Feld war und damit auch voll und ganz für das Feld verantwortlich war. Alle zurückgebliebenen Freiwillige und die paar Mitarbeiter, die auch auf dem Feld arbeiten, haben sich dann jeden Tag zusammen getan und sind von einem Feld zum anderen. Auf dem Feld angekommen, durfte der jeweilige Leiter und Verantwortliche dann entsprechend die Gruppe leiten, und schauen, was notwendig ist. Die Arbeit sah meistens sehr ähnlich aus, da nun, kurz vor dem Winter, einmal die meisten Gemüsesorten nicht mehr wachsen, und die, die den Winter durchhalten (oder zumindest einen Teil) müssen trotz allem vor Frost geschützt werden. So war und ist die Arbeit das Feld "aufzuräumen", alte Sachen zu entfernen, Chili und Paprika z.B. zu ernten und zu entfernen, das selbst gebaute Gewächshaus aus Bambus abzubauen, neue Beete anzulegen, Unkraut jäten, und Gemüse wie Rettich (die hier unglaublich groß werden) und Chinesischer Kohl vor der Winterkälte zu schützen. Da der Rettich mittlerweile aus der Erde herausschaut, er aber wenn der Frost kommt nicht durchhält, mussten wir ihn entsprechend mit Erde umgeben, sodass er es schön warm hat und wir auch noch im Dezember Rettich genießen können. Ähnlich ist es mit dem Kohl, den wir mit Stroh zusammenbinden müssen, sodass der Frost nicht in den Kohl kommt.

Die Arbeit auf dem Feld, vor allem zu Beginn der zwei Wochen als verantwortlicher Leiter, war ein wenig herausfordernd. Vor allem, da ich plötzlich merkte, dass ich nicht weiß, was in bestimmten Stellen des Feldes wächst oder ob dort schon etwas gesät wurde oder nicht. Das ist eines der Probleme, die hier in ARI je nachdem größer oder kleiner zu betrachten ist: Kommunikation. Nicht nur, dass Englisch für viele selbst ja nicht die Muttersprache ist, sondern auch, dass es einigen schwer fällt Englisch zu reden und zu verstehen. Einige können nicht verstehen, wenn man neue Vorschläge macht, andere wollen es vielleicht auch nicht wirklich. Einige sind überzeugt von der Arbeit die sie machen, auch wenn sie teilweise nicht wissen, ob es richtig ist oder nicht. Das gehört aber, auf der anderen Seite, auch irgendwie zum ARI Training, dass man ausprobiert, und dadurch lernt. Wie auch immer muss man hier natürlich offen sein, andere Methoden und Versuche kennen zu lernen. Ich betrachte es auch nicht wirklich als ein Problem. Es ist eine große Herausforderung, nicht nur für mich, sondern für alle Participants tagtäglich mit Menschen aus mehreren Kulturen zusammen zu leben und zu arbeiten. Oft vergisst man das, da es hier fast normal scheint. Und letztendlich, so glaube ich die Erfahrung zu machen, sind alle offen zu lernen, spätestens dann, wenn sie das praktische Beispiel sehen, und man - vielleicht nicht durch Reden - aber durch die Arbeit zeigen kann, was eher richtig oder eher nicht so gut ist.
Wie auch immer war die Arbeit sehr schön und sehr spannend während der zwei Wochen. Ich konnte z.B. ausprobieren, ob es besser ist, die neuen Erdbeeren (die wir leider erst nächstes Frühjahr ernten können) mit Stroh, Reishüllen, altem Unkraut oder durch nichts zu schützen (z.B. vor Frost, Unkraut, etc.), und freue mich dann auf die Ergebnisse im nächsten Frühjahr.


Unser Feld - mittlerweile leider nicht mehr so grün!
Die Arbeit im Büro
Auch meine Arbeit im Büro war schlagartig anders, da ich nun nicht nur drei Computer zur Verfügung hatte, sondern nebenher auch für den kompletten "Admissions" -Bereich zuständig war. Eigentlich ist das ja keine neue Arbeit, im Gegenteil, in diesem Bereich arbeite ich jeden Tag, jedoch ist normalerweise Michi für alles verantwortlich, teilt mir Arbeit zu, leitet mir Emails weiter, oder hilft, wenn ich Fragen habe. In den zwei Wochen, wo Michi auf den Philippinen war, war ich allerdings nun verantwortlich, konnte an ihren Computer, und hatte damit Zugriff auf alles. Hier konnte ich nicht nur die komplette Arbeit kennen lernen (nämlich auch die, von der ich normalerweise nur am Rande mitbekomme, da Michi ja auch arbeitet), sondern durfte zunächst einmal einen Computerabsturz erleben.
Das ganze war recht schockierend, zumindest in den ersten dreißig Minuten. Natürlich war es Michis Computer. Dank ihrer, nun ja, nicht sehr sorgfältigen Umgangsweise mit ihrem Festplattenspeicher (es waren insgesamt nur noch 10 MB frei!) wollte das Email-Programm nach einer Aktualisierung nicht mehr. Stattdessen kam eine hübsche Fehlermeldung, die nicht mal ein Fehler war. Es öffnete sich nur ein Fenster, mit ein bisschen Programmiercode. Hübsch, dachte ich mir, aber wo sind alle Emails? Das tolle daran war ja, das wir bisher nie eine Sicherungskopie für alle Emails gemacht hatten, und ich zwar einen Teil der Emails auf meinem PC hatte, aber eben nur einen Teil. Und 2 GB Emails sind eine Menge, mehrere Tausende auf jeden Fall. Da drin ist jegliche Korrespondenz mit neuen und alten Organisationen, ehemaligen Participants von ARI und neuen Bewerbern und Interessenten. Nach einer waghalsigen Neu-Installation (entweder die Mails sind halt weg, oder wir haben Glück), hatten wir dann doch Glück, und ich konnte alle E-Mails wieder finden. Soviel zum erfolgreichen Start der zwei Wochen. Schließlich aber hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht, ich konnte mir die verschiedenen Projekte immer selbst einteilen (Admissions, Website und andere Arbeiten), konnte viele E-Mail-Anfragen bearbeiten, und nebenher schaute ich dann auch immer mal wieder, wo es nach ARI hingehen soll (dazu später).
Die Admissions-Arbeit selbst geht voran. So ist nun mittlerweile entschieden, wer nächstes Jahr als neue Participants zu uns kommen wird. Wir hatten viele afrikanische Bewerber, vor allem aus Kamerun. Afrika wird in dieser Hinsicht immer stärker, und wir kriegen mehr und mehr afrikanische Bewerbungen. Interessant ist auch, dass die meisten der Afrikaner sehr guten und schnellen Zugang zu Computern bzw. Internet haben. Das zeigt die rasante Verbreitung des Internets selbst in den entlegensten Regionen unserer Welt. Auf der anderen Seite ist z.B. gerade Südasien (Bangladesh, Nepal z.B.) was das Internet betrifft nicht sehr stark vertreten, und so dauert es oft lange, bis Antworten auf unsere Briefe kommen.
Den Bewerber aus China, über den ich kurz im letzten Bericht geschrieben hatte, hat ARI nicht akzeptiert, da leider nicht genügend Informationen vorhanden waren, außerdem konnten wir ihn weder per Post noch per Email erreichen.
Die nächsten Participants kommen aus Ländern wie Kamerun, Madagaskar, Tansania, Uganda, Myanmar, Indien, Sri Lanka, Bangladesh, Indonesien, Philippinen, Solomon Islands. Genauere Informationen kommen dann immer mal wieder im Laufe der nächsten Berichte.

In drei Wochen gehen die jetzigen Participants zurück in ihre Heimatländer. Nun spürt man bei ihnen sehr deutlich den Wunsch, Heim zu gehen, aber viele schätzen nun viel mehr die Ausbildung hier, einige lassen sich auch nur vom Heimweh überschatten. Es ist eine irgendwie intensive Zeit, und doch irgendwie alltäglich, alles scheint normal - es ist ja auch der immer wieder gleiche Tagesablauf - außer eben, das man anfängt seine Koffer zu packen, seine Pakete vorzubereiten, die man heimschickt, und auch sonst vielleicht mit seinen Gedanken schon eher im Heimatland ist, als hier in ARI in Japan.

Bei all diesen Vorbereitungen, bei all den Kontakten mit Menschen aus der ganzen "Entwicklungswelt", und bei all den Gesprächen und Diskussionen mit den Participants möchte ich die Chance nutzen um nach ARI Graduates, also ehemalige Participants, in ihren Heimatländern zu besuchen. Wie wird das ARI Training angewendet? Was haben sie wirklich von ARI mitgenommen? Was bleibt - auch noch nach vielen Jahren? Was ändert sich oder hat sich verändert? Wie hat sich die lokale Situation was Selbstversorgung und Armut betrifft verbessert? Wie sind die Unterschiede in Landwirtschaft (vor allem in den tropischen Regionen) und wie kann das ARI Wissen da angewendet und umgesetzt werden?
Das sind einige meiner Fragen, die ich hier wohl alle theoretisch beantworten lassen kann, sei es von Participants oder Mitarbeitern, die entweder schon Graduates besuchen waren, oder selbst für einige Jahre in Entwicklungsländern wie Tansania, Nepal, Samoa oder Bhutan lebten und arbeiteten. Theorie ist jedoch alles andere als Wissen und Erfahrung und ich würde mir diese Fragen sehr gerne selbst beantworten.
Nachdem ich mich nun mit vielen Ländern und Regionen beschäftigt habe, glaube ich, ein paar Regionen gefunden zu haben, die mich am meisten interessieren. Einer der Gründe ist natürlich auch die Participants die von dort kommen, mit denen ich hier viel zutun hatte und habe, sowie interessante Diskussionen und Gespräche habe. Mein Favorit wäre Myanmar, was mir allerdings aufgrund der politischen Situation (Militärregime) und der Auflagen für Touristen/Reisende nicht sehr sympathisch ist, und trotz scheinbarer Sicherheit für Ausländer in nächster Zeit wohl nicht Ziel meiner Reise sein wird.
Zum einen wäre das Indonesien, was mich reizt, zum anderen Ostafrika - Tansania und Uganda - wo ich sehr gerne hingehen würde. Der Besuch von Graduates sieht vordergründig so aus, dass man einige Graduates besucht, ihnen in der Arbeit hilft, schaut, wie das ARI Training angewendet wird, für ARI selbst einen Report schreibt und kurze Interviews mit den Graduates macht, sodass ARI sieht, wie die Arbeit aussieht, etc. Sehr wichtig finde ich, dass man dort selbst aktiv in der Arbeit hilft, dass man wirklich in den ländlichsten Gegenden der Welt ist, die wirklich armen und marginalisierten Menschen dieser Welt sieht, und ihnen ein stückweit helfen kann.
Wie auch immer wird das Besuchen von Graduates (ich dachte an drei Wochen) wohl nicht ganz einfach: Zeit und Geld ist das Hauptproblem. Auch wenn es eine Organisation hier in Japan gibt, die ARI Freiwillige, die eine solche Reise machen, mit Geld unterstützt (die Hälfte der Reisekosten), ist es natürlich nicht sicher, dass man dieses Geld bekommt. Zeit ist das andere Problem, da ich noch nicht weiß, wie lang genau mein Dienst hier gehen wird und wie es danach weiter geht. Universität ist wohl die nächste Station nach ARI, und die beginnt im September irgendwann, je nachdem, welche Uni in welchem Land.
Aber… Kein Grund zur Sorge - jedenfalls vorerst nicht, denn es ist noch genügend Zeit (auch wenn ich mich im Januar bereits mit Reiseplan bei ARWA, jener japanischen Organisation, bewerben muss). So wie auch dieses Jahr hier bei ARI letztendlich gut geklappt hat (durch die großzügige und wundervolle Hilfe durch Spenden vor allem!), bin ich überzeugt, dass meine "Reise" in eine der beiden Regionen klappen wird. Zunächst muss ich mich ohnehin entscheiden, wohin ich gehen möchte.





Alaris aus Indonesien


Malte (links), japanische Kaiserin (Mitte), Dennis (rechts). Im Gespräch mit der Kaiserin. (Siehe Bericht "Hoher Besuch")


Dennis Keller

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